Zistrosenkraut (Cistus)

Zistrosenkraut (Cistus)

Zistrosenkraut oder Cistus incanus gehört zu den Zistrosengewächsen und erinnert optisch an einen Strauch oder Busch. Zistrose ist vorwiegend im Mittelmeerraum zu Hause. Bereits 4. Jahrhundert vor Christus wurde Cistus als Heilpflanze verwendet. Bereits die Griechen setzten zu dieser Zeit Cistus zur Linderung von Hautbeschwerden ein und für religiöse Rituale. Cistus incanus ist eine der 20 Zistrosengewächse und scheint eine besondere Heilkraft zu entfalten. 

Zistrose Wirkung

Seit vielen Jahrhunderten sind die wertvollen Inhaltsstoffe bekannt. Wirksame Gerbstoffe, ätherische Öle und vor allem Polyphenole sind enthalten. Besonders wertvoll bei den Polyphenolen (sekundäre Pflanzenstoffe) ist das Quercitrin ein Derivat des bekannten Flavonoids Quercetin. Insgesamt sind in der Zistrose 12 Flavonoide enthalten! Zistrose enthält mehr antioxidative Polyphenole als Rotwein, auch mehr als der gesundheitsfördernde Grüntee, welcher mit der antioxidativen Kraft der Zistrose nicht mithalten kann. Somit wird klar, warum in der Heilkunde Cistus seinen Platz hat.

Polyphenole besitzen eine antivirale Wirkung und können das Immunsystem stärken. Die Polyphenole der Zistrose legen sich wie ein Film um Viren und verhindern das Andocken an die Wirtszelle und helfen somit auch, dass sich Erreger weniger im Körper vermehren. Zistrose wurde in Studien erfolgreich bei Atemwegsinfektionen eingesetzt, so in einer placebokontrollierten Studie der Berliner Charite im Jahr 2009, wo bei der Cistus-Gruppe eine Abnahme der Symptome und der untersuchten Entzündungsmarker festgestellt wurde.
Cistus kann laut Studien auch bei Hautkrankheiten helfen und die Wundheilung beschleunigen. Cistus tut auch im Innern gut, pflegt und schützt die Schleimhäute, so die Magenschleimhaut. Ebenso hilft es der Mundschleimhaut, so bei Aphthen. Cistus besticht laut Studien mit einer antioxidativen und antibakteriellen Kapazität. Zistrose, Cistus Tee wirkt auch gut bei Pilzerkrankungen und wird innerlich und äußerlich angewendet. Eine türkische Studie stellte auch beim Anwenden von Cistus ein Absinken des Blutzuckerspiegels fest, was Hinweise auf einen nützlichen Einsatz bei Diabetes liefert.

Cistus Tee Anwendungen:

Die Zistrose kann man Tee ähnlich anwenden, dafür 2 Esslöffel mit 1 Liter kochenden Wasser ca. 6 Minuten ziehen lassen. Stärkt das Immunsystem, wirkt antibakteriell, hilft bei Erkältungen und Grippe und hilft gegen Candida und andere Pilze.
Als Mundspülung bei Entzündungen im Mund und Rachenraum. Auf die Haut auftupfen und einwirken lassen bei Akne und Neurodermitis.  Ebenso zu kosmetischen Zwecken, wie Glätten der Haut.
Als Tee bei Durchfall und zum Ausleiten von Schwermetallen, denn auch das können die Polyphenole des Cistus leisten, so wie sie auch Blutgefäße frei von Ablagerungen halten.
Aber auch bei der Zistrose gilt, viel hilft nicht viel, Polyphenole und Gerbstoffe sollten nicht dauerhaft in großen Mengen zugeführt werden, denn sie beeinträchtigen die Verdauung durch Enzyme und die Aufnahme der Nährstoffe im Darm. Ein bis zwei Tassen am Tag genügen und nach längerer Anwendung auch immer ein oder mehrere Tage auslassen.

Studien zu Studien:

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30912576/

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19828122/

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18468764/

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23462413/

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/8134413/

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/7784302/

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20510328/

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26934730/

Diese folgende Studie verweist und verlinkt alleine auf 160 andere Studien zu Cistus, eine Fundgrube:

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34203720/