Pink Latte – Der ayurvedische Genuss
Rezepte & Gewürzwissen-Blog
Pink Latte bringt Rote Bete, duftende Gewürze und cremige Milch oder Pflanzendrink zusammen. Die auch als Rote-Bete-Latte oder Beetroot Latte bekannte Zubereitung schmeckt erdig-süßlich und fein würzig. Hier erfährst du, woher die Idee kommt, welche Geschichte ihre Zutaten mitbringen und wie du Pink Latte warm, eisgekühlt oder mit Espresso zubereitest.
Unsere Pink-Latte-Mischung mit Roter Beete und Gewürzen verbindet Rote Beete, Zimt, Maca, Muskat, Ingwer und Vanille. Die Mischung ist handgemischt und enthält keinen zugesetzten Zucker. So kannst du beim Zubereiten selbst entscheiden, wie süß und wie kräftig deine Tasse werden soll.
Woher kommt Pink Latte?
Pink Latte gehört zur modernen Cafékultur. In den 2010er-Jahren fanden farbige Milchgetränke mit Zutaten wie Roter Bete ihren Platz auf den Karten. Ein zeitgenössisches Beispiel liefert die australisch inspirierte Cafémarke Bluestone Lane: Sie veröffentlichte 2017 ein Rezept für ihre Beet Latte und beschrieb das Getränk damals als neuen Trend der Kaffeeszene.
Die Idee greift eine vertraute Zubereitung auf: Milch wird erwärmt, aufgeschäumt und mit einer aromatischen Basis kombiniert. Bei der Rote-Bete-Latte entstehen daraus eine auffällige Farbe und ein eigener Geschmack. Die Rezepte variieren – manche verwenden Rote-Bete-Saft, andere Pulver, Gewürze oder zusätzlich Espresso.
Rote Bete: ein vertrautes Gemüse in einer neuen Rolle
Die botanische Geschichte der Roten Bete führt zur wilden Meerstrandrübe, die unter anderem an Europas Atlantik- und Mittelmeerküsten wächst. Rote Bete, Mangold und Zuckerrübe gehören zur selben Pflanzenart, Beta vulgaris, wurden aber für unterschiedliche Verwendungen kultiviert.
In der Küche kennen wir Rote Bete etwa eingelegt, als Salat oder im ukrainischen Borschtsch. In einer Latte rückt eine andere Seite in den Vordergrund: Ihre erdige Süße verbindet sich mit Milch und Gewürzen. Ein vertrautes Gemüse bekommt so einen überraschenden Platz zwischen Kaffeetasse und Dessertglas.
Maca: eine Zutat mit Wurzeln in den Anden
Auch Maca bringt eine eigene Kulturgeschichte mit. Die Pflanze stammt aus den peruanischen Anden, unter anderem von der Hochebene Bombón, und ist dort mit der bäuerlichen Anbautradition verbunden. Getrocknet und zu Pulver verarbeitet findet sie Verwendung in Getränken, Breispeisen und Gebäck. In unserer Pink Latte ergänzt Maca die Rote Bete mit einer leicht malzigen Note.
So treffen in der Tasse Zutaten mit unterschiedlichen Herkunftsgeschichten auf eine moderne Art der Zubereitung.
Wie schmeckt Pink Latte?
Den Anfang macht die Rote Bete mit ihrer erdigen, sanft süßlichen Note. Zimt ergänzt eine warme Würze, Ingwer setzt einen fein scharfen Akzent. Dazu kommen die malzige Note von Maca, die würzige Tiefe von Muskat und der weiche Vanilleduft.
Die Milchbasis entscheidet mit, welche Seite stärker hervortritt. Mit einem milden Haferdrink schmeckt das Getränk oft runder und getreidiger, mit Mandeldrink etwas nussiger. Wer Rote Bete bisher hauptsächlich aus herzhaften Gerichten kennt, entdeckt hier eine Kombination, die auch gut zu Banane, Birne und cremigen Desserts passt.
Warum wird die Latte pink?
Rote Bete enthält natürliche Farbpigmente aus der Gruppe der Betalaine. Dazu gehört das rotviolette Betanin. Zusammen mit heller Milch oder Pflanzendrink entstehen Farbtöne von zartem Rosa bis zu kräftigem Pink – abhängig von der verwendeten Menge und der Basis.
Ein praktischer Küchentipp: Die Farbpigmente reagieren empfindlich auf längere Hitzeeinwirkung. Erwärme die Latte deshalb sanft und lasse sie nicht lange kochen. Beim Backen kann sich der Pinkton verändern oder verblassen; für eine gut sichtbare Farbe eignen sich kalte Cremes und nachträglich aufgetragene Glasuren besonders gut.
Pink Latte zubereiten – warm, kalt oder mit Espresso
Für unsere Mischung sind ½–1 TL auf 300 ml Milch oder Pflanzendrink ein guter Ausgangspunkt. Beginne mit der kleineren Menge und schmecke anschließend ab. Das Pulver verteilt sich leichter, wenn du es zuerst mit wenig Flüssigkeit glattrührst.
Warme Pink Latte für eine große Tasse
- 300 ml Milch oder Pflanzendrink
- ½–1 TL Pink-Latte-Mischung
- Optional: etwas Ahornsirup, Honig oder Zucker nach Geschmack
Erwärme die Milch sanft. Verrühre die Mischung mit 2–3 EL davon, gib die restliche Milch dazu und schlage alles mit einem Schneebesen oder Milchschäumer auf. Abschmecken, bei Bedarf süßen und in eine große Tasse füllen.
Iced Pink Latte für ein großes Glas
- 250 ml kalte Milch oder Pflanzendrink
- ½–1 TL Pink-Latte-Mischung
- 2 EL warmes Wasser
- Eine Handvoll Eiswürfel
- Optional: etwas Ahornsirup
Rühre die Mischung mit dem warmen Wasser möglichst glatt. Gib die kalte Milch dazu und vermische alles im Shaker oder mit einem Milchschäumer. Fülle die Eiswürfel in ein Glas und gieße die Pink Latte darüber. Flüssige Süße wie Ahornsirup lässt sich in der kalten Variante besonders einfach verteilen.
Pink Latte Macchiato mit Espresso
- 250 ml Milch oder Pflanzendrink
- ½–1 TL Pink-Latte-Mischung
- 1 frisch zubereiteter Espresso
Bereite die warme Pink Latte wie oben beschrieben zu, schäume sie auf und gieße sie in ein hohes Glas. Lasse den Espresso langsam durch den Milchschaum hineinlaufen. Für diese Variante passt beispielsweise unser Kaffee Brasil mit seinen milden, leicht nussigen Noten. Der Kaffee ergänzt Röstaromen und färbt die Mischung beim Umrühren etwas dunkler.
Welche Milch oder welcher Pflanzendrink passt?
- Haferdrink: eine getreidige, häufig leicht süßliche Basis, die gut mit Zimt und Maca harmoniert.
- Mandeldrink: bringt eine dezente Nussnote mit und passt zu Vanille.
- Kokosdrink: ergänzt einen deutlicheren Eigengeschmack; schön zusammen mit Banane oder als kalte Variante.
- Milch: ergibt eine vertraute, cremige Grundlage für die erdigen und würzigen Noten.
Geschmack und Schaumbildung unterscheiden sich je nach Produkt. Wenn du eine ausgeprägte Schaumhaube möchtest, wähle eine zum Aufschäumen geeignete Variante.
Pink Latte in Porridge, Bowls und Desserts
Mit der Mischung kannst du auch kleine Küchenideen ausprobieren. Beginne sparsam: Sie bringt neben Farbe bereits mehrere Gewürze mit.
- Rosa Porridge: Etwa ½ TL in eine fertige Portion Haferbrei einrühren. Mit Birnenstücken und gehackten Mandeln servieren.
- Joghurt mit Beeren: ¼–½ TL in 200 g Naturjoghurt oder eine pflanzliche Alternative rühren. Himbeeren und Granola ergänzen.
- Bananen-Smoothie: Eine kleine Banane, 200 ml Haferdrink und etwa ½ TL der Mischung cremig mixen.
- Milchreis und Dessertcremes: Die Mischung portionsweise nach dem Kochen einarbeiten und abschmecken.
- Glasuren und Frostings: Eine kleine Menge zunächst mit wenig Flüssigkeit glattrühren, dann in die fertige Creme oder Glasur einarbeiten. Dabei auch die Gewürznote berücksichtigen.
Feine Akzente zum Abrunden
Eine kleine Messerspitze Bourbon Vanille Pulver verstärkt den weichen Duft. Fein abgeriebene Orangenschale setzt einen frischen Akzent, etwas weiße Schokolade macht aus der Latte ein süßeres Dessertgetränk. Wähle zunächst eine Ergänzung und probiere, wie sie mit der vorhandenen Würze zusammenspielt.
Häufige Fragen zu Pink Latte
Enthält Pink Latte Kaffee?
Unsere Pink-Latte-Mischung enthält weder Kaffee noch Tee. Das Grundrezept wird mit Milch oder Pflanzendrink zubereitet. Erst bei der Macchiato-Variante kommt ein Espresso hinzu.
Ist Pink Latte vegan?
Die Mischung selbst besteht ausschließlich aus pflanzlichen Zutaten. Für ein veganes Getränk verwendest du einen Pflanzendrink und bei Bedarf beispielsweise Ahornsirup oder Zucker zum Süßen.
Warum bleiben kleine Teilchen im Getränk?
Pink Latte ist kein vollständig lösliches Instantpulver. Feine Bestandteile der Roten Bete und der Gewürze können sichtbar bleiben oder sich mit der Zeit absetzen. Kräftiges Aufschäumen verteilt sie gleichmäßiger; zwischendurch einfach nochmals umrühren.
Ist Pink Latte bereits gesüßt?
Unserer Mischung wird kein Zucker zugesetzt. Die Zutaten bringen jedoch von Natur aus etwas Zucker und süßliche Geschmacksnoten mit. Probiere die fertig zubereitete Latte deshalb zuerst und süße anschließend nach deinem Geschmack.
Quellen und weiterführende Literatur
- Bluestone Lane: Beet-Latte-Rezept, 22. Februar 2017 – zeitgenössisches Beispiel aus der Cafékultur.
- Royal Botanic Gardens, Kew: Beta vulgaris – botanische Herkunft, Kulturformen und kulinarische Verwendung.
- FAO Mountain Partnership: Maca-Anbau in Peru – Herkunft und Verarbeitung der Andenpflanze.
- Degradation of colour in beetroot (Beta vulgaris L.): a kinetics study – Einfluss von Temperatur und Erhitzungsdauer auf die Farbe.

