Grüne Anbauflächen und bewaldete Berge in Sri Lanka, fotografiert während unserer Reise zum Ceylon-Zimtproduzenten Grüne Anbauflächen und bewaldete Berge in Sri Lanka, fotografiert während unserer Reise zum Ceylon-Zimtproduzenten

Ceylon-Zimt aus Sri Lanka – zu Besuch bei unserem Produzenten

Ceylon-Zimt aus Sri Lanka – zu Besuch bei unserem Produzenten

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Wie wird aus einem grünen Zimttrieb eine fein gerollte Ceylon-Zimtstange? Unser Kollege Ben hat auf seiner Reise durch Sri Lanka den Produzenten kennengelernt, von dem wir unseren Ceylon-Zimt beziehen. Seine Fotos zeigen die Menschen und die Handarbeit hinter dem Gewürz. Wir nehmen dich mit vom Anbau über das Schälen und Trocknen bis in unsere Gewürzmanufaktur in Berlin – und erklären, warum wir Ceylon-Zimt besonders gern als ganze Stange empfehlen.

Eine Reise zum Ursprung unseres Ceylon-Zimts

Von seiner Sri-Lanka-Reise brachte Ben mehr mit als schöne Landschaftsaufnahmen. Beim Besuch verschiedener kleiner Farmen lernte er auch den Produzenten kennen, mit dem wir heute für unseren Ceylon-Zimt zusammenarbeiten. Er konnte sich vor Ort ansehen, wie die Rinde verarbeitet wird, und den Menschen hinter dem Produkt begegnen.

Die Farm und der Verarbeitungsbetrieb gehören unserem Partner in Sri Lanka. Für uns liegt der Wert dieses Besuchs darin, Herkunft und Herstellung nicht nur von einer Produktbeschreibung zu kennen. Die Bilder zeigen einzelne Stationen auf dem Weg zu den Zimtstangen, die später bei Zimt&Pfeffer ankommen.

Besucher zwischen Zimtpflanzen vor der hügeligen Landschaft Sri Lankas
Unterwegs im Anbaugebiet: Eindrücke von Bens Sri-Lanka-Reise.
Zwei Männer vor dem Verarbeitungsgebäude beim Besuch in Sri Lanka
Persönliche Begegnungen mit unseren Produzenten sind uns wichtig.

Wo der Zimt wächst: grüne Triebe statt brauner Stangen

Wer Zimt nur aus der Küche kennt, erwartet beim ersten Blick auf die Pflanze vielleicht etwas anderes: frisches Grün, längliche Blätter und schlanke Triebe. Ceylon-Zimt stammt von Cinnamomum verum, einem immergrünen Baum, der im Anbau durch regelmäßigen Schnitt buschig gehalten wird. Geerntet werden geeignete Triebe; das spätere Gewürz ist ihre innere Rinde.

Auf den Reisefotos wird der Zusammenhang anschaulich: Hier steht die lebende Pflanze, wenige Arbeitsschritte später liegt ihre fein bearbeitete Rinde auf dem Tisch. Die vertraute braune Zimtrolle entsteht erst durch Verarbeitung und Trocknung.

Grüne Blätter und junge Triebe eines Ceylon-Zimtbaums
Ceylon-Zimt beginnt als grüner Trieb. Verwendet wird später die innere Rinde.
Gebäude zur Gewürzverarbeitung zwischen Bäumen in Sri Lanka
Ein Blick auf den Verarbeitungsbetrieb vor Ort.

Von der Rinde zur Zimtstange: Handarbeit in mehreren Schritten

1. Die geernteten Triebe vorbereiten

Geerntet werden verholzte Triebe, die knapp über dem Boden abgeschnitten werden. Nach dem Entfernen von Blättern und Seitenzweigen kommen sie zur Verarbeitung. Das Foto vom Abladen vermittelt einen Eindruck von den Mengen, die anschließend Stück für Stück bearbeitet werden.

Mitarbeitende tragen geerntete Zimttriebe von einem Fahrzeug zur Verarbeitung
Die geernteten Triebe gelangen zur weiteren Bearbeitung in den Betrieb.

2. Die äußere Schicht entfernen und die Innenrinde lösen

Zunächst wird die äußere Rindenschicht abgeschabt. Durch Reiben und gezielte Schnitte lässt sich die darunterliegende Rinde vom Holz lösen. Möglichst zusammenhängende Stücke sind dabei wertvoll: Aus ihnen werden die späteren Zimtrollen aufgebaut.

Eine Mitarbeiterin schabt die äußere Rinde von einem Zimttrieb
Zunächst wird die äußere Rindenschicht abgeschabt.
Ein Mitarbeiter bearbeitet einen Zimttrieb über einem Tisch mit abgelösten Rindenstücken
Das Lösen der Rinde verlangt Erfahrung und Fingerspitzengefühl.

3. Dünne Rindenstücke zu Rollen zusammenfügen

Die gelösten Rindenstücke werden ineinandergelegt und mit kleineren Stücken derselben Zimtart gefüllt. So entstehen die langen, mehrlagigen Rollen, im Handel Quills genannt. Ihr Aufbau erklärt, weshalb eine Ceylon-Zimtstange an der Schnittfläche aus vielen feinen Schichten besteht.

Bearbeiteter Zimttrieb mit Werkzeugen und abgelösten Rindenstücken auf dem Arbeitstisch
Werkzeuge, Zimttrieb und gelöste Rinde zeigen, wie viel Handarbeit in der Verarbeitung steckt.
Ein Mitarbeiter formt eine lange Zimtrolle von Hand auf einer Arbeitsplatte
Die dünnen Rindenstücke werden zu den typischen mehrlagigen Zimtrollen geformt.

4. Trocknen und sortieren

Die Rollen trocknen auf luftdurchlässigen Gestellen. Beim besuchten Betrieb liegen sie nebeneinander auf Gitterregalen. Anschließend werden sie nach ihren Merkmalen sortiert, gebündelt und für die weitere Verarbeitung beziehungsweise den Versand vorbereitet.

Lange Zimtrollen trocknen nebeneinander auf mehrstöckigen Gitterregalen
Auf den offenen Regalen kann Luft um die Zimtrollen zirkulieren.

Feine Schichten, süßer Duft und unsere C5-Qualität

Am Bündel fertiger Zimtrollen lässt sich die Arbeit der Menschen vor Ort besonders gut erkennen. Viele dünne Rindenlagen ergeben eine leichte, feinblättrige Stange. Unser Ceylon-Zimt schmeckt für uns mild-süß, warm und angenehm fein, mit einer charakteristischen Orangennote.

Zu Bündeln zusammengebundene Ceylon-Zimtrollen mit sichtbaren feinen Rindenschichten
Die feinen, ineinanderliegenden Schichten sind an den Schnittflächen gut zu erkennen.
Was bedeutet C5? Unsere Ceylon-Zimtstangen gehören zur Handelsklasse C5 der Continental-Gruppe. Auch für unser Ceylon-Zimtpulver verwenden wir C5-Qualität. Die Handelsklassen beschreiben unter anderem die Beschaffenheit und den Durchmesser der Rollen. C5 ist eine hochwertige Sortierung; daneben gibt es feinere Sortierungen wie C5 Special und Alba.

Warum wir Ceylon-Zimt besonders als ganze Stange empfehlen

Die zarten Rindenschichten des Ceylon-Zimts zerfallen beim Mahlen zu einem sehr feinen, leicht staubenden Pulver.

Warum duftet das Lager beim Mahlen so intensiv? Beim Zerkleinern wird die feine Rindenstruktur aufgebrochen und die Oberfläche stark vergrößert. Flüchtige Aromastoffe aus den ätherischen Ölen können dadurch leichter an die Luft gelangen. So entsteht der intensive, süßliche Duft nach Zimt und Orange im Lager. Wärme beim Mahlen kann die Freisetzung zusätzlich begünstigen.

Für möglichst aromatisches Ceylon-Zimtpulver importieren wir ganze Stangen und mahlen sie selbst in unserer Gewürzmanufaktur in Berlin. Wir lassen den Zimt also nicht schon im Herkunftsland zu Pulver verarbeiten. So bleibt die Rindenstruktur auf der langen Reise erhalten, und wir haben den Mahlprozess sowie die Qualitätskontrolle in der eigenen Hand.

Unser Tipp für zu Hause: Kaufe ganze Stangen und reibe oder mahle nur die Menge, die du unmittelbar verwenden möchtest. So genießt du den frischen Duft direkt beim Zubereiten.

Unser selbst gemahlenes Ceylon-Zimtpulver bleibt praktisch, wenn es schnell gehen soll oder du größere Mengen gleichmäßig in Teig einarbeiten möchtest.

Frisch reiben, mahlen oder im Ganzen mitziehen lassen

Du brauchst keine aufwendige Ausstattung, um unsere Ceylon-Zimtstangen zu verwenden. Entscheidend ist, ob das Gewürz fein verteilt werden oder sein Aroma an eine Flüssigkeit abgeben soll.

  • Frisch reiben: Reibe ein kleines Stück mit einer geeigneten Gewürzreibe direkt über Porridge, Joghurt, Milchreis oder Apfelkompott. Beginne sparsam und schmecke ab.
  • Frisch mahlen: Brich die benötigte Menge klein und mahle sie in einer für Gewürze geeigneten Mühle in kurzen Intervallen. Verwende das Pulver möglichst direkt.
  • Mitziehen lassen: Gib eine halbe oder ganze Stange je nach Menge und gewünschter Intensität in Tee, warme Milch, Kompott, Reis oder ein Schmorgericht. Nimm die Stange und lose Rindenstücke vor dem Servieren wieder heraus.

Eine einfache Idee für zwei Portionen: Schneide zwei Äpfel in Stücke, gib etwa 100 ml Wasser und eine halbe Ceylon-Zimtstange dazu und lasse alles zugedeckt sanft köcheln, bis die Äpfel weich sind. Die Stange herausnehmen und das warme Kompott zu Joghurt, Porridge oder pur genießen. So lässt sich das feine Zimtaroma ohne viele weitere Zutaten kennenlernen.

Lagere Stangen und Pulver trocken, dunkel und gut verschlossen. Für weitere Unterschiede zwischen unseren Zimtarten findest du im Vergleich von Ceylon-Zimt, Vietnamzimt, Königszimt und Zimt Fusion eine Orientierung nach Geschmack und Verwendung.

Häufige Fragen zu unserem Ceylon-Zimt

Gehört die Farm Zimt&Pfeffer?

Nein. Wir beziehen unseren Ceylon-Zimt von einem Produzenten in Sri Lanka, den Ben auf seiner Reise kennengelernt hat. Die Fotos zeigen den Besuch vor Ort und Einblicke in Anbau und Verarbeitung.

Warum besteht Ceylon-Zimt aus so vielen dünnen Schichten?

Bei der Verarbeitung werden dünne Stücke der Innenrinde ineinandergelegt und zu Rollen geformt. Das ergibt die typische feinblättrige Struktur, die sich gut brechen, reiben und mahlen lässt.

Sind die ganzen Stangen auch ohne Mahlen verwendbar?

Ja. Lass sie zum Beispiel in Tee, Milch, Kompott oder einem Curry mitziehen. Entferne die Stange und lose Stückchen vor dem Servieren. Zum Untermischen in Teig oder Joghurt eignet sich dagegen frisch geriebener oder gemahlener Zimt.

Quellen und weiterführende Literatur